Direkt zum Hauptmenü, zum Inhalt

Inhalt

Damit die Mieter bleiben / «Gelbes Viereck» und die Mieter

von Roman Huber | AZ, 9. März 2007

Die vielfältige Zwischennutzung im markanten Viereckbau wird erhalten.

Es kommt Bewegung ins Merker- Areal. Die Merker Liegenschaften AG hat die Mieterschaft darüber orientiert, dass sie das «gelbe Viereck » sanft renovieren und im hintern Teil des Areals Wohnbauten errichten will.

«Die Resonanz auf die Orientierung war aus unserer Sicht positiv. Man begrüsst und akzeptiert, dass etwas gemacht wird», sagt Sibylle Hausammann- Merker, Verwaltungsratspräsidentin der Familiengesellschaft Merker Liegenschaften AG.

Mit der Ankündigung, dass eine sanfte Renovation des «gelben Vierecks » vorgesehen sei, habe man zugleich die Absicht bekundet, möglichst viele der rund 70 verschiedenen Mietverhältnisse weiterführen zu können, fügt Hausammann an. Auch seitens der Stadt hat man Zufriedenheit über diese Lösung signalisiert: Die provisorische Bewilligung für die gewerbliche Nutzung, die provisorisch auf Ende 2007 befristet gewesen wäre, wird nun unbefristet verlängert.

Der hintere Bereich des Areals inklusive «Brennpunkt» soll mittelfristig mit Wohnbauten überbaut werden. Das war von Beginn weg der gesamten Planung ab Anfang der 90er- Jahre so vorgesehen.

Das Konzept sieht vor, dass im «gelben Viereck» die vielfältigen gewerblichen, kunsthandwerklichen und kulturellen Nutzungen beibehalten werden. Die im Verlaufe der Fabrikgeschichte entstandenen Annexbauten will die Eigentümerin insoweit entfernen, als dass sie das architektonische Gesamtbild beeinträchtigen. Das Architekturbüro Zulauf und Schmidlin aus Baden wurde damit beauftragt, ein Vorprojekt auszuarbeiten.

DEFINITIVES ERST IM SOMMER 2006
«Der Verwaltungsrat ist überzeugt, durch diese Vorgehensweise einen wichtigen Beitrag zu einer sinnvollen neuen Innenstadtentwicklung leisten zu können», erklärt Sibylle Hausammann. Durch die Orientierung habe man der Mieterschaft etwas Unsicherheit nehmen können. «Mehr kann man im jetzigen Augenblick nicht sagen. Wir werden ab Sommer so weit sein, Konkreteres mitteilen zu können», vertröstet die Verwaltungsratspräsidentin Hausammann.

Seit der Schliessung der Waschmaschinenfabrik Merker im Jahre 1990 und dem Auszug der letzten Egro-Arbeitsplätze (1993) hat sich das Merker-Areal mit einer vielfältigen Zwischennutzung etabliert. Weil das Areal im Familienbesitz verblieben und nicht an einen Investoren übergegangen ist, sind die Chancen intakt, dass das «gelbe Viereck» in der gewachsenen Struktur in eine weitere Zukunft gehen kann.

Presseartikel «Damit die Mieter bleiben» (pdf, 390 KB)

Presseberichte...