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«Für uns ist Baden ein gutes Pflaster»

von Roman Huber | AZ, 25. April 2009

Ernst Hofstetter ist mit «Kulak Jazz» in die «Stanzerei» gezogen. Jetzt gibt es dort sogar ein kleines Festival.

Seit 1993 organisiert Ernst Hofstetter New-Jazz-Konzerte. «Aus Freude an dieser Musik», sagt der «Kulak»-Gründer. Jetzt hat er sein Stammlokal gefunden.

Was in der «weissen» New Yorker Jazzszene Rang und Namen hat, hat sich schon einmal von Ernst Hofstetter bewirten und von seiner Frau Marianne bekochen lassen. «Es hat sich wohl rumgesprochen, dass es bei mir auserlesenen Wein gibt», sagt Hofstetter scherzend.

BEREITS EIN ROUTINIER
Über 130 Konzerte mit international bekannten New-Jazz-Musikern sind es bereits, die Hofstetter organisierte. Der Veranstalter sorgt auch für das Wohl der Musiker, denn neben dem Publikum sollen in erster Linie sie Freude haben und zufrieden sein, sagt er. So könne er zudem die Kosten im Griff behalten. Das finanzielle Risiko, wenn die Konzertkasse nicht stimmt, tragen Hofstetter und die rund 70 Mitglieder des Trägervereins. Das sei eine Basis, die jedoch nirgends hinreiche. Kulak funktioniere nur dank der Unterstützung des Aargauer Kuratoriums, der Stadt Baden und der Gemeinde Wettingen, sagt Hofstetter. Bei der Logis der Musiker kommt ihm das «Du Parc» in Baden entgegen.

«Kulak» heisse auf Russisch «Faust» und auf Türkisch «Ohr», verrät Hofstetter. Das habe man bei der Gründung von Kulak (Kultur an der Kreisschule Mutschellen) nicht gewusst. Das Kind, das aus einer Idee heraus an einem weinseligen Abend im Piemont gezeugt worden sei, hätte die «Provinz» inspirieren sollen. «Es ist nicht einfach, dort die Leute für neuen Jazz zu mobilisieren», musste Hofstetter feststellen.

Nach Konzertreihen in Berikon, Bremgarten und Boswil hat er den Wirkenskreis nach Baden verlegt. «Baden ist ein gutes Pflaster », gesteht der Bezirksschullehrer, der auf dem Sprung in die Pension ist. Erst war er in der Aula der Kanti heimisch, seit der ersten Stunde der «Stanzerei» nun im Merker-Areal. «Ein idealer Raum, der sich vor allem für Musik mit wenig Verstärkung eignet.»

Und der Samen schlägt bereits aus: Am 1. und 2. Mai findet mit «Jazz geht Baden» ein zweitägiges Festival statt; «ein Co-Projekt von Kulak und dem Verein Jazz in Baden», sagt Hofstetter, organisiert von Claude Meier und Marcel Lüscher.

Presseartikel «Für uns ist Baden ein gutes Pflaster» (pdf, 95 KB)

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